Fordern und Fördern....
Kompetenzerweiterung und
Qualifizierungsstrategien
Ernst Fritz-Schubert
Oberstudiendirektor
Schule soll Leistung fordern, Lernen fördern,
Orientierung vermitteln und Selbstvertrauen stärken.
Für die Pädagogik besteht das Problem darin, dass die antizipative
Lebensvorbereitung in der gegenwärtigen Situation nicht mehr realisierbar ist.
Der falsch verstandene Bildungs- und Erziehungsauftrag mit seinen quantitativen
Aspekten und dem Versuch, der
Neuerungsgeschwindigkeit zu entsprechen, führte zum mechanistischen Ansatz. Im
Zeitalter unbegrenzter virtueller Möglichkeiten entwickelten sich eine
Eigendynamik und dazu parallel verlaufende Realitätsverluste bei Schülern.
Es verwundert deshalb nicht, dass die soziale Kompetenz, also die Fähigkeit, mit
anderen zu kommunizieren und dauerhafte Verbindungen herzustellen, als tragendes
Netzwerk große private und berufliche Bedeutung erlangen. Der dominante
Individualismus hat seine Grenze erreicht, die Umorientierung auf soziale Werte,
wie Vertrauen, Geborgenheit, Freundschaft und Solidarität, verstehen sich als
Gegenpol zu neoliberaler Verunsicherung und Vereinsamungsgefahr.
Der Schule fällt dabei die Aufgabe zu, Erziehung und Bildung als integrativen
Prozess zu gestalten und über ihre Leitbildfunktion
Orientierungshilfen zu geben. Dabei muss es gelingen, das ethische Bewusstsein
im Umgang mit virtuellen und realen Bezügen zu entwickeln und zu fördern. Sie
muss durch die Möglichkeiten ihres indirekten Realismus’, die behutsame
Erfassung der externen Realität ermöglichen.
Dabei muss die Bildung Zugänge eröffnen, Strukturen verdeutlichen und
Beziehungen herstellen. Die Werteveränderungen haben die Gesellschaft in eine
Dialoggesellschaft verwandelt, die die
Existenz von Konventionen und Regeln permanent in Frage stellen. Die Lehrer
müssen deshalb ein hohes Maß an Überzeugungsarbeit leisten, damit das
Bewusstsein durch Argumentation geschaffen wird. Pädagogisches Handeln ist in
diesem Sinne Nutzung der Gestaltungsfreiheit für Zielvereinbarungen auf
vertrauensvoller Basis. Die Instrumente zur Zielbestimmung sind nicht mehr
ausschließlich die Bildungspläne, sondern die vereinbarten Standards.
Der Unterricht ist in Bezug auf Inhalt und Vermittlung nachhaltig zu gestalten.
Die Heterogenität von Begabung und Vorkenntnissen fordert verstärkt
Differenzierung, Flexibilisierung und Förderung als wesentliche Elemente von
Unterricht. Linearität und streng geplanter Unterricht verhindern die Vielfalt
der Schulkultur.
Außerhalb des Unterrichts muss die Schule Orientierung vermitteln,
Selbstvertrauen stärken und im Sinne der Integration Einzelner in die
Gemeinschaft das „Ich und Wir“ in die richtige Balance bringen.
Die Willy-Hellpach-Schule versucht deshalb, in vielen Bereichen die Kompetenzen
der Schüler zu erweitern. Geeignete Qualifizierungsstrategien - verbunden mit
Prüfungen, gesellschaftlicher Anerkennung in Form von Zugangsberechtigungen,
Zertifikaten und Auszeichnungen – wirken motivierend und hilfreich bei der
Ziel-orientierung.
Zu den Besonderheiten der Willy-Hellpach-Schule
gehören:
Das Europäische Bildungswerk an der Willy-Hellpach-Schule
- D.E.L.E.-Prüfung
- KMK-Fremdsprachenzertifikat
- Zusatzqualifikation Englisch
- Zusatzqualifikation Russisch der Universität Moskau
Eliteschule des Sports (Partnerschule des Olympiastützpunktes Rhein-Neckar)
Fördergemeinschaft für Schüler
Das
Konzept der Schülertutoren
Die Juniorenfirma „Bistro Willy“
Die Schülerzeitung „Der Narr“
Die Film- und Video-AG
Die AG „Unternehmenssimulation“
Freundes- und Förderkreis der Willy-Hellpach-Schule e.V.
Gesundheits- und Präventionszertifikat